Zeitreise durch die Schlossgeschichte

23.06.2015
Großherzog Schlossfest (c) Andreas Duerst

Copyright Andreas Duerst

Schwatzende Hofdamen, flanierendes Volk und stattliche Adjutanten: das Schlossfest nahm uns einmal mehr mit auf eine Reise in das Leben am Hofe Friedrich Franz II. Über 150 Teilnehmer in höfischen Kostümen hauchten dem Fest jede Menge Lebendigkeit und Authentizität ein. Als der Großherzog beim Festumzug winkend in seiner Kutsche an uns vorbei fuhr, ertappten wir uns sogar kichernd bei einem kleinen Knicks.

Genauso bunt wie die Kleider und Uniformen war auch das Programm rund um das historische Fest. Und so ließen wir uns von dem Strom der Menschen treiben. Vorbei an böllernden Kanonen führte unser Weg durch den Burggarten (mit einem obligatorischen Stopp im Märchenzelt und einen Probeschluck des neuen Rieslings „Schweriner Sommerlust“) weiter ins Schlossmuseum. Hier lauschten wir der Audienz des Großherzogs, wandelten vorbei an klöppelnden Damen und ließen uns in Thronsaal und Ahnengalerie von dem Prunk des Schlosses in seinem Inneren verzaubern. Ob sich hinter dem Gemälde des Petermännchens wohl ein geheimer Gang verbirgt? Die artistischen Vorführungen und historischen Holzspiele im Schlossgarten waren eine willkommene Abwechslung für grübelnde Kinderköpfe und spätestens als sich das Rad der Schleifmühle drehte, war das Petermännchen nur noch eine wage Erinnerung.

Am Abend dann führte unsere Zeitreise noch tiefer in die Geschichte des Schlosses. Bei Einbruch der Dunkelheit sammelten sich die Scharen auf der Schlossbrücke und dem Alten Garten und lauschten den Erzählungen des Niklots. Der Mix der „Son et Lumière“-Vorführung aus lebendiger Geschichte und Inszenierung des Schlosses zog uns magisch in den Bann. Es ist wohl schon lange her, dass uns die Einzigartigkeit und Schönheit unseres Schlosses so sehr bewusst wurde. Und so konnten wir uns dann bei der Erkenntnis und dem zugegeben imposanten musikalischen Finale einen Seufzer nicht verdrücken.

 

Diesen Beitrag verfasste unsere Gast-Bloggerin Catharina Groth von der STADTMARKETING Gesellschaft Schwerin mbH.

Vielen Dank dafür!