Eine Straße liest

17.11.2015
Eine Straße liest

Zum Ende der Literaturtage findet in der historischen Altstadt Schwerins immer ein ganz besonderes literarisches Ereignis statt. Seit über 10 Jahren lesen Schweriner Persönlichkeiten Anfang November bei „Eine Straße liest“ für ein interessiertes Publikum und einen guten Zweck.

Eine schöne Veranstaltung, fanden wir und fühlten uns sofort in Kindertage zurück versetzt. In diesem Jahr waren neben der Münzstraße auch Geschäfte der Puschkinstraße Gastgeber für „Eine Straße liest“.

Eine Straße liest

Wir schlenderten am Samstagabend durch beide Straßen, nahmen hier und da Eindrücke wahr und fühlten uns sofort eingeladen durch die gemütliche Ausstrahlung der beleuchteten Schaufenster. In der Münzstraße las bei Shoop.Design die Journalistin Susanne Grön aus Lorenzo Marones „Der erste Tag vom Rest meines Lebens“. Die Zuhörer im Kontor in der Puschkinstraße waren gerade in Aufbruchsstimmung. Die Lesung von Journalist Erst Walberg war vorüber, er wählte „Vonne Endlichkait“ von Günther Grass. Im Brautsalon am Dom zwischen weißen Braut- und bunten Abendkleidern las Bischof Dr. Andreas von Maltzahn aus Alberta Legatovs „Der Mann aus Zelary“. Wir gingen weiter vorbei am Markt, der schon allmählich für den Weihnachtsmarkt ausgestattet wird. Am Ende der Puschkinstraße nahmen gerade die Gäste im Pretty Woman ihre Plätze ein und lauschten dann gespannt Schauspieler Andreas Lembcke, der von Kleiderständern umgeben sich seinem Publikum widmete.

Eine Straße liest

Das Besondere an „Eine Straße liest“ ist der wohltätige Hintergrund. Für die Lesungen müssen die Gäste zwar kein Eintritt zahlen, können aber für einen guten Zweck spenden. In diesem Jahr kommen die Spendengelder dem Pädagogischen Mittagstisch des Kinderschutzbundes zu Gute. Das gilt auch für die Erlöse der Versteigerung, die Veranstalter Peter Kuhlmann im Kontor am Abend als Finale der rund 40 Lesungen höchst persönlich begleitete.

Eine Straße liest
Eine Straße liest
Eine Straße liest

Pretty Woman

Ein Schaufenster in der Puschkinstraße zieht momentan alle Blicke auf sich. An dem dort ausgestellten roten Kleid kommt keine Frau vorbei – auch wir nicht!

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